Kurzmeldung: 4 Jahre Büchermuffel

4 Jahre WordPress

WordPress hat mich gerade mit der Meldung überrascht, dass ich mich vor 4 Jahren registriert habe. Meine Bloggerzeit begann also am 28.08.2010 (damals noch unter einer anderen URL). 🙂 Wie die Zeit vergeht. Aus diesem Anlass wollte ich einfach mal Danke sagen an alle Leser, Blogger und Autoren, dir mir seitdem folgen, ihre Bücher für Rezensionen zur Verfügung stellen und ihre Kommentare da lassen. Dankeschön.^^

PS: So und jetzt muss ich mir Gedanken machen, was ich nächstes Jahr zum 5-jährigen Jubiläum machen möchte. 🙂

Liebster Award für den Büchermuffel Blog

Ich wurde nominiert. Die liebe Christine Wirth hat meine Blog für den Liebster Award nominiert, bei dem es darum geht Blogs vorzustellen und weiterzuempfehlen, die noch nicht so bekannt sind. Die Fragen von Christine haben mir spontan zugesagt, weswegen ich mich freue von ihr ausgewählt worden zu sein. 🙂
LiebsterAward


1. Woher nimmst du deine Themen? Wer oder was inspiriert dich?

Als reiner Bücherblog gibt es bei mir alles rund um das Thema Literatur und Lesen. Dabei versuche ich – mal mit weniger, mal mit mehr Erfolg – mir neben den üblichen Rezensionen, TAGs oder Monatsstatistiken immer auch neue Formate (z.B. Straßencharts, Poetische Buchnotiz) einfallen zu lassen und neue Themen (z.B. Wortpatenschaften) anzusprechen.

Inspiriert werde ich dabei von allem, was mir in der Medienlandschaft, in meinem Leseleben oder auf anderen Buchblogs so begegnet. Manchmal ist es auch einfach nur ein schöner Satz in einem Buch, den ich euch vorstellen möchte. Generell ist es auch einfach die deutsche Sprache – blöde Angewohnheit aus dem Germanistikstudium – die in meinen Posts (z.B. mäandern) besprochen wird.

2. Gehst du beim Bloggen routiniert vor oder entscheidest du spontan, was du schreibst?

Es gibt gewisse Abläufe, die einigermaßen schematisch bei mir vollzogen werden – wie z.B. das Verfassen von Rezensionen. Alles andere, was auf diesem Blog zu finden ist, wurde eher spontan geschrieben. Manchmal wünsche ich mir routinierter zu sein, um nicht so lange Posting-Lücken zu verursachen, aber ich muss mich wohl damit abfinden ein eher chaotischer Mensch zu sein.

3. Und im Leben? Routiniert oder spontan?

(Siehe auch Antwort zur Frage 2) Ich habe gerne einen ruhigen, routinierten und geregelten Lebensablauf. Allerdings kommt meist so viel dazwischen, dass aus meinem schönen Lebensplan nichts wird. Aber so ist’s auch nicht schlecht.

4. Was machst du, um deinen Blog/deine Blogs bekannter zu machen?

Ich habe neulich eine Seite bei Facebook eröffnet und ich habe ein recht selten von mir besuchtes Twitterkonto.^^ Zählt das? Generell mache ich eigentlich gar nichts, um den Blog bekannter zu machen. Ich versuche schöne Beiträge zu verfassen, die gut aufzufinden sind, wenn jemand nach dem Buch oder Thema sucht. Alles andere überlasse ich eigentlich dem Zufall.

5. Liest du regelmäßig andere Blogs?

Ich denke, dass ich die Frage mit ja beantworten kann. Generell versuche ich sämtliche in meinem WordPress-Reader gelistete Blogbeiträge wöchentlich durchzugehen. Nur wenn ich zeitlichen Stress habe, vernachlässige ich das manchmal.

6. Was machst du, wenn du nicht bloggst?

Prinzipiell arbeiten, essen, schlafen, lesen und mit Freunden weggehen – also ein ganz normales Leben leben.

7. Wie entspannst du dich am besten?

Wenn ich Entspannung brauche und suche, höre ich meistens Musik. Damit meine ich wirklich zuhören. Ich mache meine CD an, Kopfhörer auf, Augen schließen – fertig. Nichts mit nebenbei im Netz surfen, aufräumen oder spielen.

8. Ab in die Zeitmaschine! In welcher Zeit würdest du gerne leben?

Da gäbe es zwei heiße Kandidaten: Entweder das Mittelalter, weil ich gerne Ritter, höfische Ränkeschmiede und Troubadoure live erleben würde. Oder die goldenen Zwanziger Jahre mit Charleston und Federboas.

9. Was ist dein Lieblingsbuch (oder dein Lieblingsfilm, wie du möchtest)?

Wir bleiben mal beim Lieblingsbuch (ist schließlich ein Bücherblog^^)! Eine sehr schwierige Frage, da so Einige in die engere Auswahl kommen. Aus dem Bauch heraus würde ich „Vollidiot“ von Tommy Jaud sagen. Einfach weil ich’s schon gefühlte hundert Male gelesen habe.

10. Hast du einen Spleen?

Wir bleiben bei den Büchern – ich benutze alles Mögliche (und Unmögliche) als Lesezeichen. Da wären zum Beispiel Bonbonpapier, Stifte, Kassenzettel, Haargummis oder Ohrringe. Halsketten sind auch ganz tolle Lesezeichen.

11. Wie sieht es auf deinem Schreibtisch aus? Eher: Ordnung ist das halbe Leben oder eher: Wer Ordnung hält ist nur zu faul zum Suchen.

Schreibtisch
Ich glaube fest daran, dass Genies das Chaos überblicken und man nach dem Aufräumen eh nichts mehr findet.

Meine nominierten Blogs: 

Once upon a Time in Ruby’s World (ein recht junger Blog mit tollen Inhalten)

NieOhneBuch (sicherlich nicht unbekannt, aber mit neuer Domain)

lesen und mehr (meine persönliche Neuentdeckung)

Mir fallen vermutlich keine so schönen Fragen ein, weswegen ich, die mir gestellten Fragen, so weitergeben möchte. Bitte einfach kopieren, meine Antworten löschen und gegen eigene Beiträge ersetzen.^^

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So gebt ihr den „Liebster Award“ weiter:

1. Verlinkt die Person, die euch nominiert hat. (Optional)
2. Beantwortet diese elf Fragen.
3. Wählt Blogs aus und nominiert diese.
4. Teilt den Bloggern mit, dass ihr sie nominiert habt.
5. Denkt euch elf Fragen aus, die ihr den Bloggern stellt, die ihr nominiert habt. Viel Freude dabei!

Drei Erinnerungen, die nie verblasst sind [TAG]

„Erwachsene erinnern sich nicht mehr daran, wie es war, ein Kind zu sein.

Auch wenn sie es behaupten.

Sie wissen es nicht mehr. Glaub mir.“ (Cornelia Funke)
Kinderbücher TAG

Es sind schon wirklich 14 Jahre vergangen seit ich die eingangs zitierten Zeilen zum ersten Mal gelesen habe. Damals war ich der festen Überzeugung, dass mir das nie passieren wird. Heute weiß ich, dass man sich vor lauter Erwachsen sein (und spielen), ab und an mal die eigene Kindheit wieder vor Augen führen sollte. In diesem TAG geht es also darum, drei Kinderbücher oder -buchserien zu nennen, die wir nie vergessen werden.

1.     Der Zauberer der Smaragdenstadt – Alexander Wolkow

Alexander Wolkow - Der Zauberer der SmaragdenstadtAlexander Wolkows Zauberland-Reihe sollte vor allem ostdeutschen Kindern ein Begriff gewesen sein. Denn dabei handelt es sich sozusagen, um die russische Version des Zauberers von Oz. 1939 erschien es erstmals in der Sowjetunion, erlangte allerdings erst mit der Neuauflage von 1959 und den darin enthaltenen Illustrationen von Leonid Wladimirski wirklich nach Deutschland (DDR).

Von Wolkow selbst gibt es sechs Bücher, wobei sich nur das erste davon wirklich an Oz orientiert. Die Folgebände sind davon eher losgelöst. Wir hatten, meine ich, vier oder fünf Wolkow-Bände, die ich ganz oft gelesen habe. Mir ist damals auch gar nicht aufgefallen, dass das gar nicht das originale Zauberer von Oz ist. 🙂

2.     Herr der Diebe – Cornelia Funke

Herr der Diebe von Cornelia FunkeWenn ich gefragt werden würde, was mein liebstes Kinderbuch wäre, dann würde ich sagen: „Herr der Diebe von Cornelia Funke“. Zwei Waisenkinder, die vor ihrer nach Haarspray stinkenden Tante flüchten, da sie nur den jüngeren (und vermeintlich niedlicheren) der beiden Brüder aufnehmen – also die Geschwister auseinanderreißen möchte.

Beide flüchten nach Venedig, wovon ihrer Mutter ihnen immer erzählt hat und treffen dort auf den Herrn der Diebe. Eine schöne Geschichte, die vor allem auch vom Kind sein handelt, angereichtert mit tollen Illustrationen von Cornelia Funke selbst.

3.     Harry Potter – J. K. Rowling

Harry Potter im SchuberEigentlich versteht sich das ohne Worte. Wen aus meiner Generation hat die Harry Potter-Reihe von J. K. Rowling wohl nicht geprägt.^^ Bei mir kam noch der lustige Umstand hinzu, dass Harry und ich fast immer das gleiche Alter hatten. Schließlich mussten wir früher stets mindestens ein Jahr auf das nächste Buch warten, in dem Harry auch ein Jahr älter war. Man konnte quasi mit ihm Erwachsen werden und die Pubertät durchleben. Gekauft habe ich mir die deutschen Bücher übrigens erst jetzt als der neue Schuber dazu rauskam.

Was für Bücher habt ihr als Kinder verschlungen? Oder woran hängt euer Herz besonders, da sie euch an eure Kindheit erinnern? Getagged sei jeder, der mitmachen möchte und insbesondere auch:

Julia von Ruby’s Cinnamon Dreams (sie nimmt an einer Harry Potter Re-Read-Challenge teil)

Papillionis liest (sie kennt sich bestens mit Kinderbüchern aus)

Mareike von Bücherwurmloch (sie besitzt ein Regenbogenregal 😉 )

 

Erwachsene erinnern sich nicht daran, wie es war,
ein Kind zu sein.
Auch wenn sie es behaupten.
Sie wissen es nicht mehr. Glaub mir.
Sie haben alles vergessen.
Wie viel größer die Welt ihnen damals erschien.
Dass es mühsam sein konnte, auf einen Stuhl zu klettern.
Wie fühlte es sich an, immer hochzublicken?
Vergessen.
Sie wissen es nicht mehr.
Du wirst es auch vergessen.
Manchmal reden die Erwachsenen davon, wie schön es war,
ein Kind zu sein.
Sie träumen sogar davon, wieder eins zu sein.
Aber wovon haben sie geträumt, als sie Kinder waren?
Weißt du es?
Ich glaube, sie träumten davon, endlich erwachsen zu sein.

Funke, Cornelia: Herr der Diebe. Hamburg (Cecilie Dressler Verlag)
2000, S.5.