Poetische Buchnotiz: Gebrauchsspuren an Büchern

Büchermuseen

Ich bin nicht unter die Poeten gegangen, aber das folgende Gedicht entstand als ich nach dem Lesen einiger Blogartikel und dem Schauen einiger Buchtuber das Gefühl bekam, mich dafür rechtfertigen zu müssen, dass meine Bücher Gebrauchsspuren aufweisen.

gebrauchte Bücher

büchermuseen

erhobenen zeigefingers klagen sie mich an.

die meute schreit, was hast du getan

ein knick in des buchrückens mitte,

was eine grausame unsitte

und es wird noch schlimmer

das cover weist abdrücke auf … von einem finger.

oh mein gott! keift’s als sie so durch die seiten blättern

markierungen und notizen an den lettern.

doch nun schlägt’s dem fass den boden aus.

eselsohren sind wahrlich ein graus.

sieh! geknickt sind mehrere ecken.

möchtest du an seiner stelle stecken?

bist du gegen des buches schreie immun

und liebst es ihm weh zu tun?

Büchermuseen

nein! schreie ich,

hört mein plädoyer und mich!

da ihr mein Einsehen begehrt,

wisset! werke, die jungfräulich im regal steh‘n,

denen ihr leben verwehrt,

den toten gleich aufgebahrt in büchermuseen

sind für mich das schlimmste vergehn.

Ich möchte niemanden verurteilen und ich bin die Letzte, die vorschreibt wie man zu leben hat. Deswegen nehmt die letzten Zeilen nicht ganz so ernst ;). Ich wüsst nur zu gerne, ob da draußen noch jemand meine Meinung teilt, dass gebrauchte Bücher einen gewissen Charme versprühen?

Advertisements

2 Gedanken zu „Poetische Buchnotiz: Gebrauchsspuren an Büchern

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s