Hugo Cabret – Brian Selznick [Reupload]

Inhalt:

Im Dachgeschoss eines Pariser Bahnhofs lebt der junge Hugo Cabret. Um nicht vom Bahnhofswächter in seine kleine Zelle gesperrt oder noch schlimmer ins Waisenhaus gesteckt zu werden, verrichtet er dort die Arbeit seines inzwischen verschollenen Onkels Claude. Als Uhrmacher sorgt er für die riesigen, ehrwürdigen Bahnhofsuhren, er zieht sie täglich auf und repariert sie. Solange die Uhren funktionieren, wird niemand die Abwesenheit des Onkels bemerken und Hugo mit seiner Aufgabe, den Automaten seines Vaters zu reparieren, alleine lassen.

Dieser Automat stammt aus den Überresten des verbrannten Museums, in dem sein Vater arbeitete und auch ums Leben kam. Der Automat, ein kleiner Mensch, der an einem Schreibtisch sitzt und eine Feder in der Hand hält, könnte eine Botschaft enthalten. Das hofft Hugo zumindest. Wenn er ihn doch nur mit der Hilfe eines Notizbuch seines Vaters zum Laufen bringen könnte, dann würde er eine an ihn gerichtete Nachricht aufschreiben und seinem Leben wieder eine Richtung geben.

 Denn da er, als kleiner Junge, die Gehaltsschecks des Onkels nicht einlösen kann, lebt er von den Dingen, die er am Bahnhof findet und gelegentlich auch stiehlt. Bis er eines Tages von einem Spielzeugmacher auf frischer Tat ertappt wird, wie er eine Aufziehmaus vom Tresen stibitzt. Die Maus hätte gute Ersatzteile für den väterlichen Automaten abgegeben, aber der Spielzeugmacher nimmt ihm zur Strafe sogar das Notizbuch mit den Anleitungen. Trotz seiner Angst vor dem Bahnhofswächter setzt er nun alles daran, das Notizbuch wieder zu bekommen und erhält dabei unerwartete Hilfe.

Meine Meinung:

Eigentlich wollte ich das Buch gar nicht rezensieren, da es im Zuge der Verfilmung und dem damit verbundenen Hype schon oft genug bei diversen Buchbloggern besprochen wurde und ich dem Ganzen vermutlich nichts Neues hinzuzufügen habe. Aber da es das Buch ist, was mich aus einer sehr sehr langen Leseflaute herausgeholt hat, wollte ich ihm doch ein paar Zeilen widmen.

Was mich absolut begeistert hat, waren die tollen Zeichnungen, denn Hugo Cabret ist ein sogenannter „Graphic Novel„. Das heißt, die Handlung wird nicht einfach nur durch Illustrationen begleitet, sondern auch durch sie erzählt. Es gibt Abschnitte komplett ohne Text, wo die Bilder das Geschehen erzählen und dabei hatte ich oft das Gefühl einen spannenden Film zu schauen. Normalerweise bin ich jemand, der mit Gemaltem recht wenig anfangen kann. Im Louvre stand ich bspw. vor der Mona Lisa und war in Gedanken allerdings schon beim Mittagessen (Kulturbanause!). Doch der Zeichenstil von Brian Selznick trifft hunderprozentig meinen Geschmack (ich versuche auch meine neuen Banner in dem Stil zu halten). Leider traue ich mich jetzt im Zuge der ganzen Urheberrechtsdiskussionen nicht mehr mal eine Seite hier zu veröffentlichen, aber wenn ihr im Buchladen seid, dann blättert doch einmal rein.

Die Geschichte trifft auf alle Fälle auch meinen Geschmack, gerade weil sie im Paris des frühen 20. Jhds. spielt und mir gerade auch die Steampunk-Elemente sehr zusagen. Ich würd jetzt zwar nicht sagen, dass es die beste Story ist, die ich in dieser Richtung gelesen habe, aber sie funktioniert. Ich wurde gut unterhalten, musste ab und zu auch mal ein Tränchen wegdrücken und war nie gelangweilt. Zur Sprache selbst kann ich leider recht wenig sagen, da ich das Buch auf Italienisch gelesen habe, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass in der deutschen Übersetzung so grobe Schnitzer gemacht worden, dass es unangenehm zu lesen ist.

Insgesamt muss ich sagen, dass mich das Buch sehr begeistert hat. Es ist ein literarischer Film, der trotz der vorhandenen Bilder noch genug Spielraum für die eigene Imagination lässt und weiß einen in seine eigene Welt zu ziehen.

Allgemeine Angaben:

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