Dämonenzirkus – Marc Beck [Reupload]

„Sein Lebenswerk war ruiniert, morgen stand die letzte Vorstellung auf dem Programm, danach schloss sich der Vorhang für alle Zeiten.

‚Was ist dir ein Wunder wert?‘, raunte eine leise Stimme.“

Beck, Marc: Dämonenzirkus. Rezensionsexemplar, S.4.

Inhalt:

In einer Stadt verschwinden sechs Kinder und hinterlassen viele verzweifelte Eltern, deren Suche nach ihren Sprösslingen erfolglos verläuft. Zwölf Jahre nach diesem traumatischen Ereignis gastiert der weltbekannte Zirkus Magnus im gleichen Ort und versetzt die Kinder der Stadt in ein regelrechtes Zirkusfieber. Besonders die Starartisten, deren Fähigkeiten fast schon an Magie grenzen, werden während der ausverkauften Vorstellungen bewundert und auch außerhalb des Zelts wie Prominente behandelt.

Glenn, eines dieser Ausnahmetalent, wird jedoch von immer dem selben Albtraum geplagt. Doch erst nach dem Aufeinandertreffen mit dem sechsjährigen Luca, der auf geheimnisvolle Art mit seinem Traum verbunden zu sein scheint, und nachdem er erfährt, dass auch seine Starkollegen von ähnlichen Träumen heimgesucht werden, wird ihm die Sache mulmig.  Etwas geht da nicht mit rechten Dingen zu.

Was hat es wohl mit den übernatürlichen Fähigkeiten der Starartisten auf sich? Gibt es einen Zusammenhang zu den traumatischen Entführungen vor 12 Jahren und sind hier höhere Mächte am Werk als die pure Geldgier eines Zirkusdirektors?

Meine Meinung:

Die Rezension zu „Dämonenzirkus“, obwohl ich es schon Mitte September gelesen hatte, erscheint jetzt erst, da ich mich mit der Meinungsbildung wirklich sehr schwer getan habe. Ich habe dem Rezensionsexemplar zugestimmt, weil allein schon der Titel meine Neugier geweckt hat und ich liebe in der Regel Geschichten, die im Zirkus spielen. Das Ganze in Kombination mit Dämonen! Klingt schon mal super!

Ich berichte jetzt aber erst einmal von den Punkten, die mir weniger gefallen haben und schließe dann mit dem Positiven. Was mich beispielsweise ein wenig enttäuscht hatte, waren die Charaktere. Zum Einen erschienen sie mir recht eintönig und flach, den Protagonisten mal ausgenommen, und dadurch auch einfach langweilig. Ich konnte keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen und in der Folge waren mir ihre Schicksale häufig ziemlich egal und viele Beweggründe für ihre Handlungen oft unerklärlich. Zum Anderen gibt es Charaktere, die zunächst scheinbar eine absolut wichtige Rolle spielen, aber die die eigentlichen Kerngeschichte (wie sich später herausstellt) gar nicht berühren und diese somit auch nicht vorantreiben. Warum konzentriert der Autor sich nicht auf den Ausbau der wirklichen Protagonisten und verschwendet Energie in Nebendarsteller? Ich persönlich fand das sehr unlogisch.

Weiterhin erschien mir das Ende ziemlich grausam. Es ist auf keinen Fall etwas für Kinder, vielleicht schon eher für Jugendliche. Aber ich muss sagen, ich als junge Erwachsene hatte schon echt zu schlucken. Gerade da es sich um Kinder handelt, denen das widerfährt, ist es für mich hart an der Grenze gewesen. Bitte nicht falsch verstehen. Das Buch ist weder blutig noch gibt es harte Gewaltszenen gegen Kinder. Es ist alles im gesellschaftlich akzeptierten Rahmen (spätestens seit „Tribute von Panem“), aber ich war schon etwas geschockt. Und somit hatte mir das Ende nicht mehr so viel Spaß gemacht.

Was ich jedoch sehr spannend fand, war dass „Dämonenzirkus“ vom üblichen Einheitsbrei der Jugendfantasy bzw. Fantasy im Allgemeinen abweicht. Die Handlung ist mal etwas ganz Neues und hat mir sehr zugesagt. Wie schon erwähnt, hat mir auch die Kombination von Zirkuswelt und Dämonen ziemlich gefallen. Denn wo in der realen Welt passen fantastische Elemente besser hin als in den Zirkus mit seinen wunderlichen Attraktionen.

Die Geschichte ist auch durchaus spannend geschrieben. Es geht Schlag auf Schlag, was zwar eben zu Lasten der Charaktere geht, aber die Spannung bleibt aufrechterhalten. Das war es auch, was mich die ganze Zeit bei der Stange hielt, das hohe Tempo. Ich kam gar nicht erst zu einer Stelle, wo ich das Buch weglegen wollte, da mir überhaupt keine Zeit blieb darüber nachzudenken. Das hat mir wirklich sehr gefallen.

Wenn es einen zweiten Teil gibt (worauf das Ende hindeutet) werde ich ihn definitiv lesen, denn trotz aller Kritik hat das Ende in mir (nach dieser grausamen Szene) den Wunsch nach mehr ausgelöst, denn ich hatte das Gefühl die eigentliche Geschichte würde jetzt erst richtig losgehen. Und der gelegte Plot verspricht mehr als spannend zu werden.

Allgemeine Angaben:

  • Titel: Dämonenzirkus
  • Autor: Marc Beck
  • ASIN: B008HFCSQO
  • Preis: 2,99€
  • 181 Seiten; eBook
  • Erscheinungsjahr: 2012
  • DIESES BUCH WURDE MIR ZUR REZENSION ZUGESANDT!
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