Ondragon: Menschenhunger – Anette Strohmeyer [Reupload]

Es waren heimtückische Wesen, die Bücher. Sie verschlangen einen mit Haut und Haaren, wenn man sich zu sehr auf sie einließ, außerdem hielten sie allzeit böse Worte für ihn bereit. Geschichten über Krieg, Tod, Eifersucht und Gier.

Strohmeyer, Anette: Ondragon. Menschenhunger. Kindle-Edition (Psychothriller GmbH) 2012, Pos. 3139.

Inhalt:

Paul Ondragon, Chef von Ondragon-Consulting, einer Firma, die sich um jedes Problem – wirklich jedes – kümmert, begibt sich in die Hände des Klinikleiters Dr. Arthur um seine ungewöhnliche Phobie behandeln zu lassen. Die Cedar Creek Lodge, eine der renommiertesten Kliniken zur Behandlung von Extremfällen, beherbergt um die 20 Gäste (oder Patienten), deren Süchte und Ängste sich von den üblichen VIP-Gebrechen, wie Drogen- oder Alkoholmissbrauch, in vielerlei Weise unterschieden. Doch was für eine Gefahr tatsächlich von ihnen ausgeht, erfährt Paul Ondragon erst nach und nach.

1835 macht der kanadische Fallensteller Parker einen grausigen Fund. Die  Walcotts oder das was von ihnen übrig ist, liegt in ihrer einsamen Blockhütte zerfleischt und zerstückelt, überall herum. Zusammen mit seinen Gefährten Lacroix und dem Chippewa-Indianer Two-Elk erblickt er die ekelerregenden Leichenteile und schnell wird ihnen klar, dass dies kein gewöhnlicher, kein menschlicher Mord war. Es war der Wendigo! Die Bestie, die immer hungrig ist und sie befindet sich noch immer in ihrer Nähe.

2009 bereitet Paul Ondragon nicht nur seine Therapie unangenehme Erfahrungen, sondern auch der Fund einer Sumpfleiche im nahegelgenen See lehrt ihm das Fürchten. In seinem Beruf stark, furchtlos und auf alles vorbereitet, bringt ihn sein Aufenthalt in der CC Lodge an seine Grenzen. Die Tote wurde entweder von einem Bär attackiert oder da draußen lauerte jemand der möglicherweise Menschen isst. Oder konnte die Legende vom Wendigo doch ein Körnchen Wahrheit in sich tragen?

Meine Meinung:

Ich muss sagen, dass ich bei diesem Buch ein wenig zwiegespalten bin. Zum Einen fand ich das Thema und die Idee dahinter total spannend. Die Figur des Wendigo bzw. die Geschichte dahinter, die auch auf einen realen Hintergrund zurückzuführen ist -was es für mich nach spannender gemacht hat -, war mir bisher noch nicht begegnet. Somit eine nette Abwechslung zu den ganzen Werwolflegenden, die sonst auftauchen, wenn von Bestien die Rede ist.  Ein weiteres nettes Detail neben den wahren Kern der Geschichte, dass für das Herzblut der Autorin spricht ist der von ihr zusammengestellt Soundtrack am Ende des Buchs, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass er weiter vorne im Buch gestanden hätte. So habe ich die Liste erst, nachdem ich es durchgelesen hatte, entdeckt, sodass ich mir die Leider nicht Parallel zur Geschichte habe anhören können, was dem Ganzen vermutlich noch noch ein wenig Würze verliehen hätte.

Zum Anderen allerdings hatte das Buch auch durchaus seine schwachen Momente. Der Protagonist Paul Ondragon wurde mir im Verlauf des Buchs immer unsympathischer, obwohl es eigentlich gut angefangen hatte. Aber es ging mir nach und nach immer seine Unfähigkeit auf die Nerven. Dafür dass er angeblich so einen lebensgefährlichen Beruf ausübt, hatter er hier scheinbar seine Überlebensinstinkte zu Hause gelassen. Beim Lesen wollte ich ständig rufen: „Nein, mach das nicht! Geh da nicht rein! Vertrau ihm nicht!“ … Es war irgendwie frustrierend. Genauso hat mich auch das Ende nicht wirklich überzeugt. Es haben sich zwar alle Fäden zu einem großen Ganzen gesponnen, aber es war dann doch irgendwie recht unspektakulär und abrupt. Die Spannung wird wirklich bis auf die Spitze getrieben, aber anstelle dass sie sich in einer Explosion entlädt, gibt’s ein kleines  Pling und alles ist vorbei. Schon etwas enttäuschend.

Deswegen gibt es drei Sterne von mir, da  die Grundidee und der Schreibstil wirklich super waren, aber das Buch auch so seine Schwachstellen hatte.

Allgemeine Angaben:

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s