The name of the wind – Patrick Rothfuss [Reupload]

Before it was just a story, but now I can believe it. This is the face of a man who has killed an angel.

Rothfuss, Patrick: The name of the Wind. London (Gollancz) 2008, S.46.

Inhalt:

Ein Abend wie jeder andere in der Waystone-Inn. Der Wirt Kote sowie seine Gäste lauschen dem redseligen Cob, dessen Geschichten über Götter, Dämonen und den fürchterlichen Chandrian alle in ihren Bann ziehen. Alles Märchen und Aberglaube natürlich! Doch als der blutverschmierte Carter den Wirtsraum betritt, scheint aus dem Märchen Wirklichkeit zu werden, … zumindest was die Existenz von Dämonen anbelangt.

Doch die Attacke des Scraeling bleibt nicht die einzige Überraschung in dieser Woche. Devan Lochee, der Chronist und Schreiber, erwacht, nachdem er von Kote gerettet wurde mit seinem richtigen Namen, Kvothe, an. Der berühmte Kvothe, gleichsam Held und Mörder. Der Chronist, auf der Suche nach Fakt und Wahrheit, überzeugt den Wirt ihm seine Geschichte zu erzählen. Denn aus der Vielzahl von Gerüchten, Märchen, Geschichten und Berichten über den Helden mit den feuerroten Haaren, dem talentierten Lautenspieler und Sänger sowie grausamen Mörder soll die echte Geschichte wenigstens ein einziges Mal niedergeschrieben werden.

Die Erzählung, die Kvothe zu berichten beginnt, ist keine von den märchenhaften, dramatischen Heldengeschichten, in denen der Jüngling den Drachen besiegt und er am Ende die Prinzessin zur Belohnung erhält. Sie enthält zwar Drachen, Drama, märchenhafte Elemente, Liebe und einen Jüngling, aber sie ist nichtsdestotrotz auch die Geschichte eines Mannes, der viel zu bereuen hat und dessen Motivation nicht die Liebe, sondern Rache ist. Kvothe befindet sich auf der Suche nach dem Namen des Windes und den Chandrian.

Meine Meinung:

Eine Rezension zu einem Buch zu verfassen, war für mich noch nie so schwer, wie jetzt in diesem Augenblick. Denn es hat mich einfach sprachlos gemacht. Ich bin immer noch gebannt von der unglaublich aufregenden Geschichte, die in eine wunderschöne Sprache verpackt wurde. Ich muss ja zugeben, dass ich Englisch bisher nicht für die Schönste aller Sprachen gehalten habe. Zwar eine Sprache die funktioniert, aber nicht sehr melodiös scheint, mehr reißerisch als angenehm und insgesamt nicht sehr bilderreich. Patrick Rothfuss hat mich eines Besseren belehrt. Charme, Wortwitz und Harmonie durchziehen seinen Stil.

Ich habe geweint, gelacht, geflucht, gezittert und gelitten, Schadenfreude empfunden und war stellenweise schier verzweifelt. Das Buch hat mich so mitgenommen und in sich eingezogen, dass ich alles um mich herum vergaß und alle Emotionen, Situationen und Abenteuer des Protagonisten mit durchlebt habe. Ich konnte meistens nur ein paar Seiten am Stück lesen, da es meine Nerven sonst viel zu sehr beansprucht hätte. Doch ich konnte es  dann nicht lange zur Seite legen, weil mich die Geschichte dann trotzdem weiter beschäftigt hat, sodass ich dann wieder ein paar Seiten lesen musste.

In der Mitte wurde die Geschichte, wenn Kvothe an die Uni kommt doch ein wenig langatmig.  Ich hatte zum einen nicht erwartet, dass die Erzählung eine Wendung in Richtung Magieuni nimmt. Außerdem fühlte ich mich stellenweise doch sehr an Trudi Canavans „Die Gilde der schwarzen Magier erinnert. Eine Uni für Magie, ein Student, der eigentlich zu arm dafür ist, aber alle anderen durch schieres Talent überragt und dadurch viele Neider unter seinen reichen Mitstudenten sowie unter seinen Professoren gegen sich aufbringt. Das hat schon gewisse Ähnlichkeiten mit der Geschichte um Sonea. Doch nachdem ich mich an den Gedanken gewöhnt hatte, dass die Erzählung einen leicht Harry-Potter- oder eben Sonea-mäßigen Charakter bekommt, war ich dann doch schnell wieder drin.

Upps, dafür das ich sprachlos war, sind ja doch schon einige Zeilen zusammengekommen. Nur noch ein paar schnelle Worte zu den Charakteren. Ich brauchte wirklich über 200 Seiten, um mit dem Protagonisten warm zu werden. Genauso der Hass seiner Feinde an der Universität erscheint mir nicht ganz gerechtfertigt, zumindest nicht das Ausmaß dessen. D

as erschien mir, objektiv betrachtet, stellenweise dann doch überzogen. Beim Lesen der Geschichte hat es überraschenderweise trotzdem funktioniert. Ich, als Leser, habe die Charaktere ebenfalls gehasst oder geliebt, je nachdem wie sie sich dem Protagonisten gegenüber verhalten haben.

Dieses Buch erhält von mir 5 Sterne, da mich noch nie vorher ein Buch so mitgenommen und eingesogen hat. Es hat zwar kleine Unstimmigkeiten bzw. Makel, aber die Fallen für mich absolut nicht ins Gewicht. Es hat mich begeistert und ich krieg jetzt noch  Adrenalinschübe, wenn ich daran denke. Ihr merkt, jetzt komme ich ins Schwärmen, also hören wir lieber auf.^^

P.S.: Wer dieses Buch auf Englisch lesen möchte, dem rate ich absolut davon ab, den Klappentext zu lesen. Der ist zwar nur kurz und sieht aus wie ein Buchzitat, aber er verrät eindeutig viel zu viel.

Allgemeine Angaben:

  • Titel: The name of the wind
  • Autor: Patrick Rothfuss
  • ISBN: 978-0-575-08140-6
  • Preis: 6,10 €
  • 662 Seiten; Taschenbuch
  • Erscheinungsjahr (Original): 2008
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