Das verlorene Symbol – Dan Brown [Reupload]

„Der Penner kicherte. Die Bibliothek ist geschlossen, Süße. Doch die Frau schien sich damit nicht abfinden zu wollen. Sie packte einen der schweren ringförmigen Türklopfer, stemmte ihn hoch und ließ ihn mit einem lauten Krachen gegen die Tür fallen. Und noch einmal. Und noch einmal. Mann, dachte der Obdachlose, das muss aber ’n toller Schmöker sein.

Brown, Dan: Das verlorene Symbol. Köln (Bastei Lübbe) 2009, S.337.

Inhalt:

Wieder einmal gerät Robert Langdon, Professor aus Havard und Experte für Symbolik, in die Hände eines Wahnsinnigen, der ihn unter einem Vorwand nach Washington lockt. Dort erhält er von ihm die Einladung sich auf die Suche nach verborgenem Wissen und unvorstellbarer Macht zu begeben. Diese Einladung wird ihm nicht telefonish überbracht, sondern befindet sich auf der tätowierten, abgetrennten Hand seines Freundes Peter Solomon mitten im Kapitol.

Krank vor Sorge um Peter, schildert Langdon der außergewöhnlich schnell eintreffenden CIA-Agentin, was er weiß, doch sie scheint nicht an der Rettung des großen Freimauerers und Verwalters des Solomon-Imperiums interessiert zu sein. Es sei eine Frage von nationaler Bedeutung der Einladung des Wahnsinnigen zu folgen, so beginnt Langdon widerwillig die Symbolik auf der Hand zu entschlüsseln in der Hoffnung seinen Freund auf diesem Weg wiederzufinden.

Meine Meinung:

Nach langer Dan-Brown-Pause habe ich mich jetzt auch an den 765Seiten-Wälzer gewagt, nachdem man ihn fast in jedem Buchladen für schmales Geld haben kann. Ich war skeptisch, da mich bis auf  Sakrileg Dan Browns Bücher nicht sehr begeistert haben. Meteor war mir zu wissenschaftlich und gleichzeitig zu abgefahren. Bei Illuminati war das Ende zu kompliziert geschrieben, sodass ich es erst im Film richtig verstanden habe. Das ist auch eines der wenigen Fälle, wo mir der Film deutlich besser als das Buch gefällt. Jedenfalls bin ich mit recht geringen Erwartungen an Das verlorene Symbol herangegangen. Ich muss sagen, dass es meiner Meinung nach Dan Browns bestes Buch ist. Ich habe lange nicht mehr so etwas spannendes und unterhaltsames gelesen.

Von der ersten bis zur letzten Sekunde war ich am Miträtseln. Ich habe mir sogar Zettel und Stift zur Hand genommen und bestimmte Codes versucht selbst zu entschlüsseln, sodass ich an manchen Stellen Langdon sogar eine Nasenlänge voraus war. Es ist zwar nicht als Solches gedacht, aber für mich war es so eine Art Abenteuer-Spiel-Buch, in dem man zwischendurch selbst die Initiative ergreift und Rätsel lösen muss. Wem so etwas Spaß macht, der sollte das Buch nicht einfach durchlesen, sondern sich selbst an die Lösung der verschiedenen Verschlüsselungen wagen.

Obwohl das Buch so lang ist, hatte ich nie das Gefühl mich zu langweilen oder Querlesen zu müssen. Im Gegenteil so 150 Seiten vor Ende wollte ich mich nach dem angefangenen Kapitel dann eigentlich schlafen legen, da es schon 2 Uhr durch war, aber gerade in dem Kapitel nahm die Geschichte eine Wendung, die ich überhaupt nicht vorhergesehen hatte. Natürlich konnte ich es dann nicht mehr aus der Hand legen. Ich finde es schon bemerkenswert das ein Autor noch kurz vor Ende, wenn man eigentlich denkt, dass man verstanden hat worauf’s hinaus läuft, die Perspektive noch einmal so grundlegend ändern kann.

Mein einziger Kritikpunkt betrifft das Ende der Geschichte. Irgendwie hatte ich nach dieser rasanten, mysthischen, verwicklungsreichen und auch beängstigenden Story etwas mehr erwartet. Es war irgendwie so als ob man einen Luftballon bis zum bersten voll mit Spannung aufgeblasen hätte, doch er ist nicht mit einem Knall geplatzt sondern die Luft  strömt einfach nur langsam wieder heraus. Zu langsam. Die letzten 4-5 Kapitel hätte man vermutlich kürzen oder gänzlich weglassen können.

Insgesamt muss ich aber sagen, dass ich lange nicht mehr so in einem Buch mitgefiebert habe und ich hatte echt viel Spaß beim Lesen. Mehr davon bitte.^^

Allgemeine Angaben:

  • Titel: Das verlorene Symbol (Original: The lost symbol)
  • Autor: Dan Brown
  • ISBN: 3-7857-2388-3
  • Preis: 4,99€
  • 765 Seiten; Gebundene Ausgabe
  • Erscheinungsjahr (Original): 2009
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