Der Keller – Daniel Dersch [Reupload]

Diesmal war es lauter gewesen und danach war ein Schlurfen zu hören gewesen. Dann herrschte wieder absolute Stille im Haus.

Dersch, Daniel: Der Keller. Kindle Edition 2011, Pos. 361.

Inhalt:

Roger entflieht zusammen mit seiner Frau Linda und seinem kleinen Sohn Sam dem anwältlichen Großstadtleben, um in ihrem Traumhaus am Rande einer Kleinstadt glücklich zu werden. Alles scheint nahezu perfekt als Linda ihm die freudige Nachricht überbringt, dass er noch einmal Vater werde. Auch ein kleiner Wasserrohrbruch, der die ganze Küche unter Wasser setzt kann seine Hochstimmung nicht trüben. Einzig der herbeigerufene Klempner scheint ein wenig besorgt, da das Wasser geradewegs in den Keller zu sickern scheint. Er bietet sich an das Problem schnell und möglichst günstig zu lösen und macht sich daran dort unten zu arbeiten. Als Roger am Abend wiederkommt, steht der Lieferwagen des Klempners noch vor seinem Haus, doch von ihm fehlt jede Spur. Nur sein Werkzeug steht noch im Keller und an einer Wand klafft ein dunkles, bedrohliches Loch. Hatte er seine Arbeit nur für eine Nacht beiseite gelegt, um am nächsten Tag weiter zu machen? Doch warum hatte er in diesem Falle keine Nachricht hinterlassen? Und was waren das für Geräusche, die aus dem Loch in der Wand kamen? Ratten?

Meine Meinung:

Der Autor Daniel Dersch bietet uns hier eine kurze und knackige Horrorgeschichte, die auch mich das Fürchten gelehrt hat. Ich konnte sie prinzipiell nur tagsüber lesen, da ich mir sonst vor Angst …. ihr wisst, was ich meine. Die Idee der Geschichte fand ich klasse. Ich liebe ja solche Storys über Spukhäuser. Dennoch gebe ich dem Buch nur 1 von 5 Punkten, denn es gab etliche Dinge, die mir den Lesespaß genommen haben.

Zum Einen bin ich der Meinung, dass auch ein Buch für 0,99€ wenigstens einmal Korrektur gelesen werden kann. Dieses Buch ist voll von Fehlern. Es mangelt nicht unbedingt an der deutschen Rechtschreibung, sondern man findet immer wieder die typischen ‚Computerschreibfehler‘.Wenn man beispielsweise einen Satz rauslöscht und aus Versehen noch ein Wort stehen lässt oder man beginnt einen Satz und endet aber mit einer völlig falschen Struktur, da man ihn im Kopf schon wieder umformuliert hat. Ich denke, ihr kennt das alle.

Zum Anderen scheint der Autor eine überdimensionale Vorliebe für Metaphern und metaphorische Vergleiche zu besitzen. Je mehr, desto besser. Ich könnte wetten, dass sich auf jeder (Kindle-)Seite mindestens 4-5 Stilmittel in dieser Richtung nachweisen lassen. Dies wäre vielleicht gar nicht so ärgerlich, wenn es sich dabei nicht um so absurde Vergleiche handeln würde. Es ist auch keine Marotte des Protagonisten in dieser Art und Weise denken, sondern auch andere Personen übernehmen diese metaphorische Erzählweise, wodurch die Handlung einfach nur unglaubwürdig wird. Nach jeder Metapher war ich zunehmend genervter und habe mich immer mehr gefragt: „Warum erzählt er die Geschichte nicht einfach?“. Ohne diese ‚Verschnörkelei‘ hätte es echt ein tolles Buch sein können.

Zu guter letzt muss ich sagen, fand ich es auch schade, dass so schnell aufgelöst wurde, was sich hinter dem Loch verbirgt. Denn ich habe mich mehr gegruselt als ich nicht wusste, was dahinter steckt. Eigentlich finde ich es gut, dass der Roman so kurz und knackig ist, aber man hätte ruhig mehr mit der Unwissenheit der Leser spielen können.

Insgesamt möchte ich trotz dieser harten Kritik betonen, dass ich glaube, dass der Herr Dersch gut schreiben kann, wenn er denn seinen Hang zu Metaphern reduziert und in Zukunft Korrektur lesen lässt. Denn trotz allem fand ich die Geschichte und ihre Verflechtungen gut und würde vermutlich auch noch weitere Bücher von ihm lesen. Aber solche groben, handwerklichen Fehler ägern mich nun einmal, deswegen nur einen Punkt.

Habt ihr interessante Tipps für gute Horrorbücher?

Allgemeine Angaben:

  • Titel: Der Keller
  • Autor: Daniel Dersch
  • ASIN: B005PVVMM4
  • Preis: 0,99€
  • 1791 Positionen; eBook (entspricht ca. 145 Buchseiten)
  • Erscheinungsjahr: 2011
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2 Gedanken zu „Der Keller – Daniel Dersch [Reupload]

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