Magie – Trudi Canavan [Reupload]

Klappentext:

Tessia wächst als die Tochter eines Dorfheilers in Kyralia auf, und nichts wünscht sie sich sehnlicher, als selbst Heilerin zu werden. Doch eines Tages wird offenbar, dass Tessia über die seltene Gabe der Magie verfügt, und ohne diese Ehre jemals erwartet zu haben, findet sich die junge Frau plötzlich als Novizin des zauberkundigen Lord Dakon wieder.

Bei aller Begeisterung und allem Stolz über ihre unerwartete Bestimmung erkennt Tessia jedoch schon bald, dass mit ihren magischen Kräften auch große Gefahren einhergehen. Denn Kyralia steht kurz vor einem Krieg mit dem Nachbarreich Sachaka – und Tessia muss schneller lernen, ihre Magie zu beherrschen, als jemals eine Novizin vor ihr…

„Der Krieg ist keine gute Zeit, um allzu viel für irgendjemanden zu empfinden oder sich zu wünschen, dass ein anderer solche Gefühle entwickelt. Irgendwann könnte einer von uns sterben.“

Canavan, Trudi: Magie, München (blanvalet) 2010, S. 461

Meine Meinung:

Dies ist das erste Buch, was ich  von Trudi Canavan gelesen habe und ich bin hellauf begeistert. Auch wenn es nur die Vorgeschichte zur Trilogie „Die Gilde der Schwarzen Magier“ ist und somit mehr Konflikte vorbereitet, als löst, so hat Trudi Canavan es geschafft mich mitzureißen.

Sachaka, ein Reich, in dem immer noch Sklaverei und Unterdrückung der Frau existieren, ist zu klein für seine Bewohner geworden. Es liegt nahe, dass vor einiger Zeit abgespaltene Kyralia an sich zu reißen und deren freie Bewohner wieder in den Sklavenstand einzugliedern. Doch der sachakanische Magier Takado weckt mit seinem Eroberungszug einen Zusammenhalt unter der Kyraliern, der gefährlich werden kann. Die Meisterschüler Tessia und Jayan geraten in diesen Kriegswirren auch ins Gefühlschaos.

Trudi Canavan hat eine wirklich interessante und innovative Welt geschaffen, in der nicht nur Gut und Böse, Schwarz und Weiß existieren, sondern auch verschiedene Graustufen. Man wird gezwungen sich ein eigenes Urteil über die Protagonisten zu bilden. Wessen Verbrechen waren zu rechtfertigen? Ist Rache wirklich ein  vertretbares Motiv zum Mord? Ich fand es toll, wie die Autorin mit typisch menschlichen Schwächen und auch bisher ungelösten philosophischen Grundfragen spielt.

Beim Lesen hab ich relativ häufig, was mir schon lange nicht mehr passiert ist, meine Umgebung um mich herum vergessen. So packend und mitreißend war die Geschichte. Am Ende des Buchs gibt es ein Glossar, worin wichtige kyralische / sachakanische Wörter, wie Tier- und Pflanzennamen  usw., erläutert werden und  Karten der Gegenden, in denen die Handlung spielt. So etwas steigert meiner Meinung nach das Gefühl von Authentizität und von Detailverliebtheit des Autors. Find ich gut.

Man merkt aber auch, dass die Autorin auf einige Gegebenheiten einfach nur hinarbeitet, um diese in der anschließenden Trilogie auszubauen, denn es ja nur die Vorgeschichte. Ich bin definitiv neugierig geworden auf die „Gilde der Schwarzen Magier“. Aber nach dieser Vorgeschichte hab ich das Gefühl, dies könnte meine Trilogie des Jahres 2011 werden.

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