Grim: Das Siegel des Feuers – Gesa Schwartz [Reupload]

Klappentext:

Paris: Über dem Treiben der Metropole thronen die steinernen Figuren der Kathedrale von Notre Dame. Niemand unter den Menschen ahnt, dass sie im Schutze der Nacht erwachen, wenn kein sterbliches Auge sie sieht. Denn die Gargoyles fürchten und verachten die Menschen, und es ist ehernes Gesetz, dass die Sterblichen niemals von ihrer Existenz erfahren dürfen.

Der Gargoyle Grim hat sein Leben der Wahrung dieses Gesetzes gewidmet. Eines Nachts beobachtet er seine alte Mentorin Moira dabei, wie sie sich mit einem jungen Mann namens Jakob trifft und ihm ein rätselhaftes Pergament übergibt. Wütend will Grim Moira zur Rede stellen, findet jedoch nur noch ihre versteinerte Leiche vor.

Jakobs Schwester Mia ahnt nichts von den phantastischen Wesen um sie herum, bis der Bruder ihr offenbart, dass sie – wie er selbst – über besondere Fähigkeiten verfügt: Sie ist eine Hartidin, eine Seherin des Möglichen. Als Jakob Mia die verborgene Welt der Gargoyles zeigt, geraten die beiden in gr0ße Gefahr. Nur mit Grims Hilfe entkommen sie ihren Verfolgern. Doch ehe Mia mehr über ihre Gabe erfahren kann, verschwindet Jakob. Die junge Frau muss sich mit Grim zusammentun, um hinter das Geheimnis des Pergaments zu kommen. Keiner der beiden ahnt, dass sie sich damit auf eine gefährliche Reise begeben – denn sie sind einem Rätsel auf der Spur, das nicht nur ihr eigenes Leben bedroht, sondern das Schicksal der ganzen Welt

„Seine Augen brannten in schwarzem Feuer. „Aber vergiss nicht, Menschenkind“, flüsterte er. „Man muss Flügel haben, wenn man den Abgrund liebt.“

Schwartz, Gesa: Grim. Das Siegel des Feuers, Köln (Lyx) 2010, S. 321

Meine Meinung:

Puh! Mein erster Gedanke nachdem ich das Buch ausgelesen hatte war: „Endlich! Endlich fertig.“ Denn mit 678 Seiten ist es doch schon ein echt großer Klopper. Was allerdings nicht heißen soll, dass die Story schlecht ist. Doch nach 400 Seiten kam mir der Gedanke, dass es ja immer noch fast 300 Seiten (durschnittliche Länge eines Taschenbuchs) bis zum Ende sind. Und ab da war ich irgendwie nur noch am Seiten zählen. Wieviel hab ich schon geschafft, wieviel muss ich noch lesen!?

Dieses Buch tauchte bei etlichen Bloggern und Youtubern unter Lobeshymnen auf und da ich als Kind immer schon die Serie Gargoyles geschaut habe, musste ich es mir unbedingt auch besorgen. Objektiv betrachtet, hat die Geschichte auch alles, was ein gutes Buch braucht: Es geht um Gargoyles, die mal eine nette Abwechslung zu den ganzen Vampiren sind. Man wird in eine andere Welt entführt, wie es sich bei guten Fantasyromanen gehört. Es tauchen Fabelwesen und Sagengestalten auf. Der Witz kommt trotz aller düsteren Ereignisse nicht zu kurz. Und es gibt einen Bösewicht, der diese Welt zerstören will, was natürlich nur unsere Protagonisten der Gargoyle Grim und Mia, eine menschliche Seherin des Möglichen, verhindern können und wollen. Sogar eine Moral gibt es, wonach man  nur gemeinsam und ohne Vorurteile gegenüber Anderen stark sein kann. Alles in allem wunderbar. Dennoch bin ich mit diesem Buch nicht so richtig warm geworden. Es gab sogar einen Moment, wo ich es wieder auf meinen SuB legen wollte.

Was mich gestört hat, waren zum Einen diese hundert Verzweigungen, wodurch die Geschichte ja auch so lang werden musste. Zuerst müssen sie dorthin, um X zu erledigen, aber um X erledigen zu können, müssen sie vorher noch Y holen … usw. . Das war etwas zuviel für meinen Geschmack.

Zum Zweiten waren es die ständig auferstehenden Sagengestalten und -orte. Jedesmal gab es Dialoge nach folgendem Muster: „Aber X kann nicht existieren, das ist eine Sage/Legende/Märchen…“ „Und wenn doch? Dann könnten wir unsere Probleme lösen.“ „Wenn dem so wäre, müssten wir aber erst Y aufsuchen, damit wir nach X gelangen.“ So oder so ähnlich sehen 4-5 Dialoge in dem Buch aus.

Wenn ihr der gleichen Meinung seid oder mich für verrückt erklärt ;), könnt ihr das ruhig in den Kommentaren schreiben. Vielleicht such ich jetzt auch bloß das Haar in der Suppe, aber die zwei Dinge haben mich wirklich gestört.  Dennoch gebe ich dem Buch 4 Häckchen, da ich neugierig auf den 2. Teil geworden bin. Das Ende hat doch noch einige interessante Wendungen mit sich gebracht.

Advertisements

2 Gedanken zu „Grim: Das Siegel des Feuers – Gesa Schwartz [Reupload]

  1. Hach, ich habe schon so viel von diesem Buch gehört/gelesen. Ich habe zwischendurch auch immer mal wieder versucht mich mit diesem Genre anzufreunden. Aber es will mir nicht gelingen. Vielleicht brauch ich noch ein wenig Zeit und einige Bücher dazwischen…

    1. Mit dem Genre hab ich normalerweise kein Problem, aber bei diesem Buch bin ich halt etwas Zwiegespalten. Es ist nicht schlecht, aber mir fehlte so das gewisse Etwas das einen beim Lesen mitreißt. Vielleicht trifft das bei dir ja nicht zu.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s